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W. H. D. Koerner, der große Maler des „Wilden Westens“ aus Dithmarschen
Wilhelm Heinrich Detlev Körner war einer der großen empfindsamen Künstler des Wilden Westens, wie er einst lebte und wie es ihn heute nicht
mehr gibt. Seine Bilder sind überlieferte Dokumente einer vergangenen, wenn nicht auch vergessenen Welt. William Henry David Koerner, wie er sich in Amerika nannte, schuf mit
seiner Vorstellungskraft solche bildlichen Darstellungen zu den Romanen zahlreicher Schriftsteller, dass sie unmittelbar der gelebten Wirklichkeit entnommen zu sein scheinen. W. H. D. Koerner wurde am 19. November 1878 in Lunden (Dithmarschen)
geboren. Er wanderte als Kleinkind mit seinen Eltern nach Nordamerika aus und wuchs in Clinton (Iowa) am Mississippi auf, wo sein Vater erfolgreich eine Schusterwerkstatt betrieb. Er besuchte die Kunstakademien in Chicago und
New York. Schon frühzeitig verdiente er sich sein Geld mit Illustrationen für große Zeitungen. Koerner zählte bald zu den gefragtesten Künstlern in den USA. Ein
Vierteljahrhundert lang hat er einer Leserschaft von mehreren Millionen Menschen in den USA das Bild des Wilden Westens mit den Cowboys,
Indianern und Sheriffs, den Goldgräbern, Arbeitern und Pionieren, den Rinderherden, den Mustangs und Büffeln vermittelt, zugleich Eindrücke einer weitgehend unberührten Landschaft von endlosen Weideflächen, von Prärie
und Gebirge gezeigt. Mit seinen Bildern beeinflusste Koerner auch die Filmgeschichte, denn die Kostüme der Schauspieler in den
Western-Filmen wurden nach seinen Bildern zu dem Roman „The Covered Wagon“ gefertigt. W. H. D. Koerner starb am 11. August 1938 in seinem Haus in Interlaken (New Jersey). Über 25 Jahre blieb
sein Atelier nach dem Willen seiner Witwe unberührt. Der Großteil seiner Werke stand dort verborgen vor der Öffentlichkeit. In den Jahren nach 1964 setzte dann seine „Wiederentdeckung“ ein. Es folgten zahlreiche
Ausstellungen mit seinen Werken in vielen Museen der USA. Koerners Gesamtwerk umfasst über 2600 Bilder. Viele Bilder hängen in den namhaftesten Galerien und
bedeutendsten Museen der USA sowie in zahlreichen Privatsammlungen. Sein Atelier wurde 1978 mit der Original-Ausstattung, mit zahlreichen Bildern, Skizzenbüchern und Dokumenten in das Buffalo Bill Historical Center in Cody (Wyoming), eines der angesehensten Western-Museen der Welt, versetzt.
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